„Lacrosse wäre mal etwas für mich.“

(Von Luana, Leonie und Anna Luna) Heute besuchte der Stadtrat Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich, das Fiescher Lager. Er kommt selber aus dem Wallis und die Landschaft hier gefällt ihm sehr. Im Interview mit dem „Fiescher Tagblatt“ erzählt er über seine Verbindung zu Fiesch, seine Arbeit als Stadtrat in Zürich, und warum er jetzt in der Stadt wohnt.

Wieso sind Sie heute nach Fiesch gekommen?

Als Vorsteher des Schul- und Sportdepartements setzte ich mich seit 5 Jahren für das Wohl der Jugendlichen in der Stadt Zürich ein. Zudem bin ich Präsident der Interessengemeinschaft Zürcher Sport-Ferienlager IGZF. Diese Interessengemeinschaft organisiert das Lager. Die Lagerleitung hat mich deshalb eingeladen, das Sport- und Feriencenter zu besuchen.

Was macht ein Stadtrat eigentlich?

Die Arbeit eines Stadtrates ist sehr vielfältig. Ich bin in der Stadt Zürich für die Bereiche Schule und Sport zuständig. So kümmere ich mich unter anderem darum, wie das neue Hardturm-Stadion aussieht. Jeden Mittwoch treffen sich die neun Stadträte zu einer Sitzung. Dort besprechen wir aktuelle Themen aus der Stadt Zürich.

 Was wollen Sie, beziehungsweise das Schul- und Sportdepartement, mit dem Fiescher Lager erreichen?

Es soll eine gute Woche für junge Zürcherinnen und Zürcher sein. Sie können hier Spass haben, neue Leute und Sachen kennen lernen und Sport treiben.

Sie haben ja selber Kinder. Sind sie auch in Fiesch?

Ich habe vier Kinder, zwei oder drei von ihnen waren schon einmal in Fiesch. Zudem war meine jüngste Tochter vor zwei Jahren Hilfsleiterin. Sie hat einen Sportkurs geleitet.

Wenn Sie selber im Fiescher Lager wären, welchen Kurs würden Sie wählen? Und welche Sportarten betreiben sie zu Hause?

Ich würde sicher eine Sportart wählen, die man an der frischen Luft ausüben kann, weil ich sehr naturverbunden bin. Ich würde also zum Beispiel Klettern oder Fussball nehmen. Ach ja, und letztes Jahr bei meinem Besuch habe ich Lacrosse ausprobiert, das wäre auch mal etwas. Zu Hause habe ich eigentlich nicht so viel Zeit, aber ich gehe gerne joggen, mache im Winter Skitouren, oder gehe klettern. Früher habe ich oft mit meinen Kindern Unihockey gespielt.

Wie waren Sie als Jugendlicher? Immer brav oder auch mal etwas wild?

Ich war schon nicht immer brav, aber ich war schlau und habe immer aufgepasst, dass mir bei meinen Streichen niemand auf die Schliche kommt. Ich habe mich zum Beispiel manchmal abends weggeschlichen, weil meine Eltern ziemlich streng waren. Je nach Jahreszeit musste ich jeweils bereits um 17 Uhr oder 18 Uhr zu Hause sein. In der Schule war ich aber sehr pflegeleicht.

Was verbinden Sie mit Fiesch?

Schon vor meiner Zeit als Zürcher Stadtrat bin ich ein paar Mal in Fiesch gewesen. Eine Woche war ich hier im WK (Wiederholungskurs des Militärs). Ein anderes Mal habe ich an einem Filmkurs teilgenommen und wohnte in dieser Woche auf dem Lagerareal.

Sie kommen ja ursprünglich aus Täsch, einem kleinen Dorf im Wallis. Was hat Sie in die grosse Stadt Zürich verschlagen?

Ich habe in Bern studiert und wollte nach Abschluss des Studiums nach Genf. Doch im Bündnerland lernte ich eine Zürcherin aus Schwamendingen kennen, der ich dann auch nach Zürich nachgereist bin. Wir wohnen heute noch in Schwamendingen.

Sie sind ja jetzt schon etwas zu alt für das Fiescher Lager. Wo gehen Sie denn gerne in die Ferien? Wo können Sie gut entspannen?

In der Nähe von Flüelen im Kanton Uri machen meine Frau und ich oft  Ferien. Gerade eben waren wir dort. In der Nähe leben Bauern. Ihnen helfe ich beim Güllen und Heuen.

 

 

This entry was posted in 12. Oktober 2011, News. Bookmark the permalink.

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